Roboter pflegen Pflanzen

Innovationen als Motor des Wandels

Innovationen verschieben die Grenzen des Möglichen. Sie sind der Motor der digitalen und klimaneutralen Zukunft und entscheidender Träger und Treiber der Transformation des Wirtschafts- und Industriestandortes Nordrhein-Westfalen.

Hierbei ist gerade die Industrie von zentraler Bedeutung für das Innovationsgeschehen – sie stößt mehr als 80 Prozent aller Innovationen durch entsprechende Aufwendungen für Forschung und Entwicklung an.

Wie keine andere unternehmerische Tätigkeit prägt Innovation die Weiterentwicklung der Gesellschaft, indem immer wieder Neues erprobt wird und zuvor ungeahnte Lösungsansätze Märkte verändern. Innovation, also der Prozess, etwas mittels neuer Ideen und Technologien zu modernisieren, war ein entscheidender Baustein, um Nordrhein-Westfalen zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszentren Europas zu entwickeln. Und Innovation wird der Schlüssel sein, um diese Position auch langfristig zu stärken.

Für alle Transformationsherausforderungen gilt, dass Innovationen der Schlüssel für eine starke, wandlungsfähige und damit widerstandsfähige Volkswirtschaft sind. Daher braucht Transformation einen breiten Konsens und gute Rahmenbedingungen für mehr Innovationen.

Dabei kann Nordrhein-Westfalen auf einem starken Innovationsökosystem aufbauen, das von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Clustern und weiteren Akteuren gebildet wird.

Weitere Informationen Innovationen für die Transformation

Der High-Level-Dialog stellt eine zentrale Diskussionsplattform zur Flankierung der Transformation der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen dar. Mit der „Düsseldorfer Erklärung“ haben sich Unternehmensverbände, Kammern und Gewerkschaften in einem breiten Konsens zum konkreten, gemeinsamen Aufbruch in die konstruktive Ausgestaltung der Transformation bekannt.

Das neue Kompetenzzentrum NRW.innovativ schafft eine Schnittstelle zur Vernetzung der Innovationslandschaft mit der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Zielsetzung des Kompetenzzentrums ist es, mit neuen und vorausschauenden Ansätzen gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft die Innovationskraft Nordrhein-Westfalens zu stärken.

https://nrwinnovativ.de/

Die auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz zielende Transformation der Wirtschaft stellt auch die Aufgabe, innerhalb der Wertschöpfungsketten möglichst viele fossile durch biologische Rohstoffe zu ersetzen. Hier setzt die Bioökonomie an. Sie nutzt biologische Rohstoffe wie Pflanzenbiomasse zur Herstellung von Wertprodukten. Durch sie kann die fossil basierte Industrie „biologisiert“ werden. Die Biotechnologie ist auch für die Kreislaufwirtschaft von zentraler Bedeutung: Mit biotechnologischen Verfahren können industrielle Produkte abbaubar gemacht werden sowie Abfallströme wieder zu Wertprodukten umgesetzt werden.

Das Land unterstützt die Bioökonomie etwa in der Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland und bündelt bestehende Strukturen durch das Netzwerk BIO.NRW.

Die Innovationsstrategie schafft einen Rahmen, um aufbauend auf zentralen Innovations- und Handlungsfeldern Nordrhein-Westfalen vom starken Innovator zum Innovationsführer zu entwickeln. Ziel ist es, den Veränderungsprozess hin zu einem wettbewerbsfähigen, digitaleren, nachhaltigeren und resilienteren Industriestandort zu beschleunigen.

Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sollen schneller von wissenschaftlichem Know-How und technologischen Entwicklungen der Hochschulen profitieren. Ein Thema der vom Land geförderten Schnittstelle innovation2business.nrw ist die anwendungsorientierte Verwertung von Patenten. KMU können kostenfrei eine Orientierungsberatung zum eigenen Technologiebedarf in Anspruch nehmen und bekommen Kontakt zur Forschung.

Agilität, Mut zum Neuen und schnelle Skalierung – was als „Start-up-Spirit“ beschrieben wird, macht deutlich, dass die jungen Unternehmen eine wesentliche Funktion als Träger und Treiber der Transformation übernehmen und ein zentrales Innovationsreservoir zur Gestaltung der wirtschaftlichen Entwicklung bilden. Neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Innovation entstehen nur dort, wo ein gutes Gründungsklima herrscht. Weiterführende Informationen

In den letzten Jahren haben sich die regionalen Ökosysteme wesentlich weiterentwickelt. Die gemeinsamen Initiativen aller Akteure unterstützen das ambitionierte Ziel, Nordrhein-Westfalen bis 2025 in die Top 10 der europaweit führenden Start-up-Regionen zu führen. Bereits heute hat Nordrhein-Westfalen als Gründungs-Hotspot optimale Voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen, wie der NRW Start-up-Report 2020 zeigt.

Das Land unterstützt die Entwicklung des Start-up Ökosystems mit zahlreichen Initiativen:

Die NRW.Innovationspartner sind flächendeckend in ganz Nordrhein-Westfalen aktiv und stehen allen kleinen und mittleren Unternehmen, unabhängig in welcher Branche sie tätig sind, als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es um die Themen Innovation und Digitalisierung geht. Die Innovationspartner unterstützen KMU dabei, unternehmenseigene Innovationspotentiale zu heben, die Innovationsfähigkeit zu verbessern sowie Innovations- und Digitalisierungsvorhaben umzusetzen.

Die Transformation wird von zwei großen „D“ – Digitalisierung und Defossilierung – und zwei großen „I“ geprägt: Innovationen und Investitionen. Erforderlich sind Investitionen und Finanzierungen in Milliardenhöhe. Um diese Herausforderungen stemmen zu können, braucht es eine bessere Vernetzung von Kreditfinanzierung, Absicherung und Garantien, eine bessere Venture Capital-Ausstattung und neue Instrumente der Innovationsfinanzierung. Die Initiative Fin.Connect.NRW spannt den Bogen von der Wissenschaft über die Finanzwirtschaft zu den KMU und trägt dazu bei, neue Lösungen zu initiieren.

Darüber hinaus bestehen diverse Möglichkeiten zur Finanzierung bzw. Förderung über die NRW.BANK:

  • NRW.BANK.Digitalisierung und Innovation
  • NRW.BANK.Effizienzkredit
  • NRW.BANK.Elektromobilität
  • NRW.BANK.Mittelstandsfonds

Für die Entwicklung eines ambitionierten Transformationspfades der nordrhein-westfälischen Wirtschaft, der auf nachhaltige und exportorientierte Strukturen abzielt, bedarf es weiterer Anstrengungen. Internationale Innovationspartnerschaften fördern, Direktinvestitionen anwerben und den Wirtschafts- und Innovationsstandort Nordrhein-Westfalen international vermarkten – die Außenwirtschaftsstrategie setzt einen flexiblen Rahmen zur Begleitung der Transformation des Wirtschaftsstandortes.