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Urbane Energielösungen

In Nordrhein-Westfalen lebt knapp die Hälfte der Bevölkerung auf nur etwa 14 Prozent der Landesfläche. In Städten konzentrieren sich damit die Herausforderungen der Energiewende auf engstem Raum.

Weltweit sind sie für rund 70 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Eine nachhaltige Energieversorgung und wirtschaftliche Erreichung der Klimaschutzziele in Städten erfordert deshalb urbane Energielösungen im Quartier, die lokale Energiequellen und erneuerbare Energien nutzen, Effizienzpotenziale und Flexibilisierungsoptionen ausschöpfen und damit den Ausbau zusätzlicher Erzeugungs- und Netzinfrastrukturen vermindern.

Urbane Energielösungen zeichnen sich durch ein intelligentes Zusammenspiel der Sektoren Strom, Wärme, Kälte und Mobilität sowie durch Technologieoffenheit und Transparenz für Energieerzeuger und -verbraucher aus. Die ganzheitliche Optimierung auf dieser Ebene ermöglicht die emissionsarme, bezahlbare und lebenswerte Stadt der Zukunft. Das Energieland Nordrhein-Westfalen kann zum Vorreiter bei der Entwicklung innovativer urbaner Energielösungen werden. Dadurch ergeben sich Chancen für neue Geschäftsmodelle, die hierzulande und weltweit eingesetzt werden können.

Was unternimmt die Landesregierung?

Die Landesregierung etabliert einen kontinuierlichen Austausch mit Stakeholdern zu urbanen Energielösungen. Hierbei werden Handlungsmöglichkeiten und -erfordernisse identifiziert sowie die Umsetzung konkreter Projekte vorangetrieben

Die Umsetzung urbaner Energielösungen erfordert Informationen zu lokal vorhandenen erneuerbaren und energieeffizienten Energiequellen, Erzeugungsmöglichkeiten und den Energiebedarfen. Das LANUV stellt unter anderem mit dem Solarkataster und dem Wärmekataster im Energieatlas NRW geeignete Planungsinstrumente zur Nutzung der vorhandenen Potenziale zur Verfügung und entwickelt diese bedarfsgerecht weiter.

Um die Umsetzung konkreter Projekte und Demonstrationsvorhaben von urbanen Energielösungen zu beschleunigen, stellt die Landesregierung Fördermittel bereit, z.B. im Rahmen von progres.nrw – Klimaschutztechnik und progres.nrw – Innovation. Darüber hinaus unterstützt die Landesregierung konkrete Projekte, unter anderem mit den Initiativen KlimaQuartier.NRW und KlimaQuartierPlus.NRW, 100 Klimaschutzsiedlungen oder dem Programm ALTBAUNEU für Kommunen und Kreise.

Information, Beratung, Beteiligung und Motivation von Nutzern, Anwendern und Unternehmen sind die Grundlagen für umfassende Veränderungen im Energiesystem und erhöhen deren Akzeptanz. Die Landesregierung unterstützt Beratungs- und Netzwerkstrukturen sowie Angebote der Verbraucherzentrale NRW und der neuen Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz „NRW.Energy4Climate“, die mit ihren NRW.Klimaschutzmananger:innen vor Ort und für die Umsetzung von Projekten ansprechbar ist.

Für die Umsetzung urbaner Energielösungen braucht es neben Kapazitäten vor Ort ein funktionierendes Netzwerk aller beteiligten Akteure. Daher unterstützt die Landesregierung vor allem Kommunen und kommunale Unternehmen bei der integrierten Projektentwicklung und -umsetzung von konkreten urbanen Energielösungen.