Task Force Mobilfunk NRW
Die gemeinschaftliche Plattform Task Force Mobilfunk NRW zur Weiterentwicklung von Mobilfunkinfrastruktur und Mobilfunkversorgung in Nordrhein-Westfalen wird getragen von den Mobilfunknetzbetreibern, Funkturmgesellschaften/Tower Companies, kommunalen Spitzenverbänden und Ressorts der Landesregierung. Leitgedanke der Task Force ist der kooperative Mobilfunkausbau.
Eine 18 Punkte umfassende Agenda als Grundlage für die Zusammenarbeit wurde am 26. Juni 2023 beim ersten Spitzentreffen der Task Force Mobilfunk NRW in Düsseldorf unterzeichnet.
Am 23. Juni 2025 wurde im Rahmen des 3. Spitzentreffens der Task Force Mobilfunk NRW vor dem Hintergrund aktueller mobilfunkpolitischer Entwicklungen ein Memorandum of Understanding als Ergänzung zur Agenda der Task Force unterzeichnet, das neue Arbeitsschwerpunkte in der Zusammenarbeit festlegt, um das gemeinsame Ziel - mehr Tempo beim Mobilfunkausbau - zu erreichen.
Seit ihrer Gründung bringt die Task Force Mobilfunk NRW Akteurinnen und Akteure aus Telekommunikationswirtschaft und öffentlicher Hand an einen Tisch. Dieser gemeinsame Ansatz hat sich bewährt, denn Mobilfunkausbau ist Teamarbeit: Er braucht leistungsfähige Netze, passende Standorte, schnellere Abstimmungen, klare Zuständigkeiten und Lösungen, die in der Praxis funktionieren. Beim 4. Spitzentreffen der Task Force Mobilfunk NRW am 29.06.2026 wurden aktuelle Entwicklungen und konkrete nächste Schritte besprochen.
Ein Schwerpunkt des Treffens war die Resilienz der Telekommunikationsnetze. Gerade Krisenlagen zeigen, wie wichtig stabile digitale Infrastruktur ist. Dazu gab Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, einen fachlichen Impuls. Außerdem ging es um aktuelle Themen der Task Force: den Round Table Mobilfunk und Energie, den aktuell veröffentlichen „Runderlass zu Mobilfunkanlagen im Land Nordrhein-Westfalen“, die Nutzbarmachung von Landesliegenschaften als Mobilfunkstandorte sowie die Erfüllung der aktuellen Versorgungsauflagen durch die Mobilfunknetzbetreiber.
Nordrhein-Westfalen ist bei der Mobilfunkversorgung bereits gut aufgestellt: 98,6 Prozent der Landesfläche sind mit 4G versorgt, bei 5G liegt die Flächenversorgung durch mindestens einen Netzbetreiber bei 96,8 Prozent. Der Anspruch bleibt trotzdem klar: Das Netz soll besser werden, Versorgungslücken geschlossen werden und der Ausbau dort erleichtert, wo er heute noch zu oft an praktischen Hürden hängt. Ministerin Mona Neubaur hat die Mobilfunknetzbetreiber insbesondere mit Blick auf die bis Ende 2029 zu erfüllenden Versorgungsauflagen dazu angeregt, kurzfristig auf die Digitale Infrastruktur-Koordinator:innen zuzugehen und in die notwendigen Abstimmungen und Prozesse mit einzubeziehen, damit die Unterstützungsstrukturen in NRW genutzt werden, um die Auflagen seitens der Mobilfunknetzbetreiber best- und frühestmöglich zu erfüllen.
Die Task Force Mobilfunk NRW zeigt: Wenn alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen, kommt digitale Infrastruktur schneller voran.